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Medikamente

Wechselwirkungen

10,2 Prozent der Krankenhauseinweisungen, auf internistische Sta­tio­nen bei Personen über 65, sind nicht durch eine zugrunde liegende Krankheit bedingt. Grund sind die Wechselwirkungen von zu vielen Medikamenten nebeneinander. Bei der Einnahme von zwei Medika­menten liegt das Risiko, eine Wechsel­wirkung zu erfahren, durch­schnittlich bei 13 Prozent. Bei der Einnahme von vier Medika­menten bei 38 Prozent und bei der Einnahme von sieben Medika­menten bei 82 Prozent. Aber nicht nur die Wechselwirkungen von Medika­menten untereinander, sondern auch die Wechselwirkungen mit Nahrungs­mitteln sind von Bedeutung. Sie sollten dementsprechend ernst genommen werden.

 

Wechselwirkungen zwischen Medikamenten

Je mehr Medikamente eingenommen werden müssen, desto größer ist die Gefahr, dass sich die Wirkung dieser Mittel gegenseitig beeinflusst. Dies führt entweder zu einer Verstärkung oder Abschwächung bis hin zur Aufhe­bung des erwünschten Effekts. Aber auch unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen) einzelner Medikamente können durch die gleichzeitige Gabe verstärkt werden. Die Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten können komplex sein...

 

Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln

Auch die Wechselwirkungen von Medikamenten mit Nahrungsmitteln sind von Bedeutung. Medikamente können unterschiedlich wirken, wenn sie mit dem Essen oder mit Getränken eingenommen werden. Die Wirkung des Medikaments kann sich verstärken oder abgeschwächt werden. Fettlösliche Medikamente werden zum Beispiel besonders gut mit oder nach einem fetthaltigen Essen vom Körper aufgenommen. Wasserlösliche Medikamente sollten hingegen lieber nüchtern eingenommen werden...

 

Wechselwirkungen mit Nahrungsergänzungsmitteln

Generell gilt, dass bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung keine zusätzlichen Ergänzungsmittel eingenommen werden müssen. Sollte die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt jedoch einen Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen (z.B. B-Vitamine, Eisen, Calcium) feststellen, kann es unter bestimmten Umständen sinnvoll sein, Nahrungsergänzungsmittel kurzfristig einzu­nehmen. Zu beachten ist allerdings, dass - wie Lebensmittel - auch Nahrungsergänzungsmittel Wechselwirkungen mit Medikamenten eingehen können...

Zusammenfassung

  • Nahrungsmittel oder Mittel zur Nahrungsergänzung können die Wirk­ung von Medikamenten beeinträchtigen oder ungewollte Wirk­ung­en erzeugen (z.B. verlängert Grape­fruit­(saft) die Wirkungen vieler Mittel gegen zu hohen Blutdruck, Milch und Tee können die Aufnahme von Arzneimitteln verringern)

 

Letzte Aktualisierung: März 2018