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Suchtprävention

Leben ohne Rauch

Keine andere Zigarette wird so oft geraucht wie die letzte. Immer wieder nehmen sich Raucherinnen und Raucher vor, ihre Finger von Zigaretten zu lassen, und greifen dann doch erneut zu. Die Macht der Gewohnheit ist zu stark. Um ganz mit dem Rauchen aufzuhören, ist es wichtig, motiviert zu sein. Bei der Umsetzung sind eine gute Vorbereitung des Rauchstopps sowie die tatsächliche Verhaltensänderung entscheidend. Viele schaffen das, auch dank der diversen Hilfen, die es mittlerweile gibt. Zwar rauchen immer noch rund 33 Prozent der Männer und 27 Prozent der Frauen in Deutschland, das sind jedoch deutlich weniger als früher.

 

Hilfe durch die Gruppe oder via Smartphone

Um mit dem Rauchen auf­zu­hören, gibt es viele ver­schiedene Wege und ein große An­zahl an Tipps und Hilfen. Doch es gibt nicht die ei­ne, richtige Art, mit der Sie Ihre Sucht be­sie­gen. Statt­dessen müs­sen je­der Rau­cher und jede Rau­che­rin sei­nen be­zie­hungs­wei­se ihren Weg fin­den. Welcher das ist, hängt stark von der eigenen Per­sön­lich­keit ab. Für gesellige Men­schen kann es sinn­voller sein, in der Grup­pe auf­zu­hören. Rau­cher, die viel Zeit vor dem Lap­top oder mit dem Smart­phone ver­bringen, kön­nen sich Un­ter­stüt­zung über diese Geräte holen.

 

Kippenmuseum anlegen

Falls Sie zwar prin­zi­pi­ell auf­hö­ren möchten, aber noch der letz­te An­trieb fehlt, gibt es ver­schiedene Mög­lich­keiten, sich zu mo­ti­vie­ren. Lee­ren Sie bei­spiels­wei­se die Aschen­be­cher nicht in den Müll, son­dern in ein großes, ver­schließ­bares Glas: Ihr Kippen­museum.

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Schrei­ben Sie sich da­zu auf, wann und in welchen Situationen Sie rau­chen. Dann sind Sie spä­ter vor­bereitet. Teilen Sie au­ßer­dem Ihrer Fa­mi­lien und Ihrem Freundes­kreis mit, dass Sie auf­hö­ren wol­len. Damit wird es für Sie selbst we­sent­lich ver­bind­licher. Und wenn Sie sich einen Tag zum Auf­hören aus­ge­sucht haben, bei­spiels­wei­se den 1. Ja­nu­ar oder Ihren Ge­burts­tag, verein­baren Sie gleich für die Wo­che da­nach einen Termin beim Zahn­arzt bzw. Zahn­ärztin zur Zahn­reinigung. Wenn Sie erst­mal sau­bere Zähne haben, ist die Hemm­schwelle grö­ßer, wie­der zur Zi­ga­ret­te zu grei­fen.

 

Austausch in Foren und Chats

Ver­gleich­weise neu sind internet­basierte An­ge­bo­te. Wissen­schaft­liche Stu­di­en lie­fern erste Hin­weise, dass das In­ter­net bei der Rauch­ent­wöhnung helfen kann. Die Er­folgs­quo­ten sind al­ler­dings nicht mit übrigen Stu­di­en ver­gleich­bar, weil die Daten­lage noch zu dünn ist, um echte Aus­sa­ge­kraft zu haben.

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Bei den inter­net­basierten An­ge­bo­ten er­hal­ten die zu­künftigen Nicht­rau­cher täg­lich E-Mails auf ihren Com­pu­ter oder ihr Smart­phone. Die Emp­fän­ger kön­nen dann bei­spiels­wei­se nach­le­sen, wel­che Ent­zugs­er­schei­nung­en in den nächsten Tagen auf­tre­ten kön­nen und wel­che Regenerations­pro­zesse im Körper ge­ra­de stattfin­den.

 

Vorsichtiger Umgang mit Medikamenten

Nikotin­ersatz­prä­pa­ra­te soll­ten nur bei starker kö­rper­licher Ab­hän­gig­keit und einem hohen Tabak­kon­sum zur Min­de­rung der Ent­zugs­symp­tome in der ersten Zeit nach einem Rauch­stopp ein­ge­setzt wer­den. Me­di­ka­mente (Vareniclin, Bu­pro­pion) sollten nur in Einzel­fällen vom Arzt bzw. Ärztin ver­ordnet wer­den.

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Wich­tig ist sich klar­zu­machen, dass vor allem Nikotin­prä­pa­rate nur die Ent­zugs­er­scheinungen der Tabak­ab­hängig­keit lin­dern. Oftmals stellt sich Rau­chen aber vor allem als Ver­haltens­sucht und in we­sent­lich ge­ringerem Maße als Tabak­ab­hängig­keit dar. Es geht z.B. um die Er­holung der Rauche­rpause oder die Gesellig­keit beim ge­meinsamen Rau­chen. Daher ist es wich­tig, die ge­wünschten Er­leb­nisse ander­weitig zu ver­wirk­lichen. Eine kur­ze Pau­se bei der Ar­beit ein­zu­legen, ist sinn­voll und för­dert die Leistung. Dazu brau­chen Sie keine Zi­ga­rette in der Hand.

Zusammenfassung

  • Rund 33 Prozent der Männer und 27 Prozent der Frauen in Deutschland rauchen, die Zahlen sind seit Jahren rückläufig
  • Jeder Raucher und jede Raucherin muss einen eigenen Weg finden, um mit dem Rauchen aufzuhören
  • Ein Kippenmuseum anzulegen oder sich in Foren und Chats auszutauschen kann Ihnen helfen, sich zum Aufhören zu motivieren
  • Nikotinersatzpräparate sollten nur bei starker körperlicher Abhängigkeit und hohem Tabakkonsum eingesetzt werden

 

Letzte Aktualisierung: März 2018