
Schlafstörungen
Schlafstörungen sind weit verbreitet. Etwa jeder sechste Erwachsene berichtet über Schwierigkeiten beim Einschlafen, nahezu jeder Dritte über Durchschlafprobleme.
Auch unter Männern sind Schlafprobleme häufig. Mehr als jeder achte Mann (13 Prozent) hat nach eigenen Angaben Schwierigkeiten beim Einschlafen, während mehr als jeder vierte Mann (27 Prozent) Probleme beim Durchschlafen hat. Knapp jeder zehnte Mann gibt sowohl Ein- als auch Durchschlafprobleme an. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer sind insgesamt seltener von Schlafproblemen betroffen als Frauen. Besonders verbreitet sind Durchschlafprobleme bei Männern ab 45 Jahren. In dieser Altersgruppe nennt etwa jeder Dritte solche Beschwerden.
Es gibt viele Faktoren, die den Schlaf beeinträchtigen können. Dazu gehören beispielsweise Alkohol, Drogen oder Medikamente. Auch bestimmte psychische und körperliche Erkrankungen wirken sich negativ auf die Schlafqualität aus, ebenso Stress und Schichtarbeit. Wer nachts öfter auf die Toilette muss, kann nicht ungestört durchschlafen. Wer mit den Zähnen knirscht, Alpträume hat oder schlafwandelt, ist unter Umständen morgens nicht ausgeruht.
Zu den häufigsten Schlafstörungen bei Männern gehören
- Schlafapnoe: Bei einer Schlafapnoe kommt es während des Schlafs wiederholt zu Atemaussetzern, die mindestens 10 Sekunden dauern.
- Chronische Insomnie: Die betroffenen Personen können nicht einschlafen, durchschlafen oder erwachen morgens vorzeitig. Dauerhafter Schlafverlust kann das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Störungen der Immunfunktion erhöhen.
- Restless-Legs-Syndrom: Typisch für die Erkrankung ist ein starker Drang, die Beine zu bewegen. Häufig treten unangenehme Empfindungen in den Beinen auf, besonders in Ruhe und abends oder nachts. Durch Bewegung lassen die Beschwerden meist nach.
- Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörung: Bei Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus „tickt“ die innere Uhr der Betroffenen anders als die seiner Umgebung. Das Problem: Sie können oft nicht zu den üblichen Schlafenszeiten schlafen und sind tagsüber müde.
- Narkolepsie: Die sogenannte Schlafkrankheit ist eine eher seltene neurologische Erkrankung. Betroffene sind tagsüber sehr schläfrig, auch wenn sie nachts ausreichend geschlafen haben. Besonders bei eintönigen Tätigkeiten können sie plötzlich einschlafen.
Beyer, A.-K.; Yessimova, D.; Schlack, R.; Neuhauser, H. & Nübel, J. (2026). Ein- und Durchschlafstörungen bei Erwachsenen in Deutschland. Ergebnisse des Panels „Gesundheit in Deutschland“ 2024, in: Journal of Health Monitoring 11:07. https://doi.org/10.25646/14227; letzter Zugriff: 20.10.2026.
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Letzte Aktualisierung: Oktober 2026