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Urologische Erkrankungen

Blasen- und Prostataerkrankungen sowie Einschränkungen von Potenz und Zeugungsfähigkeit gehören zu Themen, mit denen man(n) sich in der Regel erst dann befasst, wenn sich Beschwerden bemerkbar machen.

Neben Herz-Kreislauferkrankungen, Prostatakrebs sowie dem Prostatitis-Syndrom gehören gutartige Prostatavergrößerungen (BPH) zu den häufigsten Krankheiten bei älteren Männern. An einer BPH erkranken ca. 50 Prozent der über 60-jährigen und 90 Pro­zent der über 80-jährigen Männer. Die Wahr­scheinlichkeit, einmal im Leben am Prostatitis-Syndrom zu erkranken, liegt für Männer bei circa 15 Prozent.

Prostatakrebs ist in Deutschland zurzeit das häufigste Karzinom beim Mann. Jährlich wird bei etwa 57.370 Männern ein Prostata­karzinom neu festgestellt, etwa 13.700 Männer (d.h. rund 24 Prozent) sterben daran. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 72 Jahren.

Erkrankungen von Organen, die zur Harnbildung und Harnableitung benötigt werden, gehören zum medi­zi­nischen Teilgebiet der Urologie. Des Weiteren befasst sich die Urologie mit Er­kran­kungen der männlichen Geschlechts­organe. Ebenso vielfältig wie die Ursachen urologischer Erkran­kungen sind ihre Behandlungsstrategien sowie die Möglichkeiten in der Prävention und in der Nachsorge.

 

Probleme beim Wasserlassen (Miktionsstörungen)

Nicht wenige Männer in der zweiten Lebenshälfte kennen das Problem beim Wasserlassen: Die Blase drückt, Toiletten­gänge tags wie nachts häufen sich, doch das Gefühl der Erleichterung will sich nie so recht einstellen.

 

Infektionen und Entzündungen der Harnwege

Harnwegsinfektionen können auch bei Männern auftreten und zu einem Problem werden, wenn eine vergrößerte Prostata den Harnabfluss stört.

 

Krebserkrankungen

Prostatakrebs ist mit 23 Prozent die häufigste Krebserkrankung und mit 11 Prozent die zweithäufigste Krebs­todesursache bei Männern in Deutschland. Er betrifft vorwiegend ältere Männer, insbesondere in der Altersgruppe zwischen Anfang 50 und Mitte 70. Hodenkrebs ist insgesamt eine eher seltene Krebsart, in der Altersgruppe der 25- bis 45-jährigen Männer jedoch die häufigste. In Deutschland werden jährlich etwa 4.100 Diagnosen auf Hodenkrebs gestellt.

 

Männliche Hormone (Testosterone)

Kommen auch Männer in die Wechseljahre? - Grundsätzlich nein, eine vergleichbare hormonelle Um­stellung wie bei der Frau im Klimak­terium findet beim Mann nicht statt. Ab etwa dem 40. Lebensjahr setzt jedoch eine leichte, kontinuierliche Abnahme des Testosteronspiegels ein.


Letzte Aktualisierung: März 2018

Meldungen zum Thema

Bei der interstitiellen Brachytherapie werden schwach radioaktive Partikel in die Prostata eingebracht, um einen Tumor gezielt vor Ort zu bestrahlen (Low-Dose-Rate, LDR). Ob dieses Verfahren für Männer mit lokal begrenztem Prostatakrebs im Vergleich zu anderen Therapien Vorteile hat, ist mangels aussagefähiger Daten noch immer eine ungeklärte Frage.

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Statistiken zufolge leidet die Hälfte aller über 40jährigen Männer an Erektionsstörungen. Die Wissenschaft hegt schon länger den Verdacht, dass dies genetische Ursachen haben könnte.

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Männer haben leider wenig Ahnung, was in ihrer Hose los ist. Vor allem, wenn es mal Probleme gibt. Das hat eine Befragung der European Association of Urology ergeben. Bei der Umfrage zum Thema Männergesundheit haben zum Beispiel drei Viertel der männlichen Befragten gesagt, sie wüssten nicht, welche Symptome bei Prostatakrebs auftreten.

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