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Aktuelle Meldungen

Bewegung fördern, Gesundheit stärken - Leitthema „Bewegung und Bewegungsförderung“ im Bundesgesundheitsblatt

Regelmäßige körperliche Aktivität trägt wesentlich zur Prävention zahlreicher Erkrankungen bei sowie zur Entwicklung und zum Erhalt von Mobilität, Selbstständigkeit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität über den gesamten Lebensverlauf. „Bewegung und Bewegungsförderung“ ist das Leitthema in der November-Ausgabe des Bundesgesundheitsblatts. Insgesamt elf Beiträge gehen der zentralen Frage nach, wie körperliche Aktivität unter unterschiedlichen gesellschaftlichen und individuellen Voraussetzungen nachhaltig gefördert werden kann.

Die ersten zwei Beiträge greifen Themen auf, bei denen körperliche Aktivität eine wichtige Rolle in der Gesundheitsförderung spielt: die Prävention von Adipositas und die Förderung der psychischen Gesundheit. Danach folgen fünf Artikel zu Praxis-Projekten, die Ansätze der Bewegungsförderung in unterschiedlichen Lebenslagen vorstellen: für Menschen mit Beeinträchtigung, für Menschen mit Migrationsgeschichte, für Kindern und Jugendlichen in der Ganztagsschule, in der offenen Kinder- und Jugendarbeit und für ältere Menschen im kommunalen Setting. Drei Beiträge richten den Blick auf zukünftige Herausforderungen und Potenziale der Bewegungsförderung. Sie zeigen, wie digitale Technologien eine personalisierte Unterstützung ermöglichen, welche strukturellen und individuellen Barrieren beim alltäglichen Fahrradfahren zu berücksichtigen sind - ein Beitrag aus dem Robert Koch-Institut - und wie der Klimawandel insbesondere durch Hitze das Bewegungsverhalten beeinflussen kann. Den Abschluss des Leitthemas bildet ein methodischer Artikel, der Unterschiede zwischen globalen und nationalen Prävalenzschätzungen zu körperlicher Aktivität einordnet und methodische Schwierigkeiten aufzeigt.

Das Fazit der Editorial-Autorinnen aus dem Robert Koch-Institut: „Ziel der Bewegungsförderung sollte es sein, Bewegung nicht allein der persönlichen Motivation und Organisation zu überlassen, sondern sie als selbstverständliche, zugängliche und gesundheitsförderliche Option im Alltag zu verankern. Dazu sind Verhältnisse erforderlich, die aktive Mobilität, Spiel, Sport und Alltagsbewegung erleichtern: sichere Fuß- und Radwege, bewegungsfreundliche Kitas und Schulen, attraktive öffentliche Räume und Flächen in jedem sozialen Umfeld, bewegungsförderliche Arbeitsbedingungen sowie niedrigschwellige und bezahlbare Sport- und Freizeitangebote. Ebenso bedarf es einer politikfeld- und sektorübergreifenden Zusammenarbeit zur Stärkung der Bewegungsförderung, die in Deutschland im Jahr 2022 mit dem Runden Tisch „Bewegung und Gesundheit“ unter Leitung des Bundesministeriums für Gesundheit vielversprechend begonnen hat.“

Zitiert nach einer Meldung des Robert Koch-Instituts vom 27.10.2026.