Veranstaltungen
Münster | Nordrhein-Westfalen
Fachtag des Netzwerks Echte Männer reden.
Wenn Beratung nicht mehr reicht – Männerarbeit neu denken: Zwischen Haltung, Wandel und politischer Verantwortung
Die gesellschaftlichen Anforderungen an Männerarbeit verändern sich rasant. Klassische Beratungsansätze stoßen zunehmend an ihre Grenzen – insbesondere dort, wo sich Krisen zuspitzen, Gewalt entsteht oder Männer für bestehende Hilfesysteme schwer erreichbar bleiben.
Der Fachtag widmet sich der Frage, wie Männerarbeit unter diesen Bedingungen weiterentwickelt werden kann: fachlich, strukturell und politisch.
Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Beratung ein zentraler Baustein bleibt – aber allein nicht ausreicht. Es braucht neue Zugänge, klare Haltungen und eine stärkere politische Verankerung von männerfokussierter Arbeit.
Worum geht es?
- Welche Grenzen hat klassische Beratung im Kontext von Gewalt- und Krisendynamiken?
- Wie können Jungen und Männer früher erreicht werden – bevor Situationen eskalieren?
- Welche Rolle spielen digitale Räume in der Ansprache von Jungen und Männern?
- Welche Haltung braucht professionelle Männerarbeit heute?
- Wie kann Männerarbeit politisch wirksam und strukturell verankert werden?
Für wen ist der Fachtag gedacht?
Der Fachtag richtet sich an:
- Fachkräfte aus Beratung, Sozialer Arbeit und Therapie
- Träger und Einrichtungen der Männer- und Gewaltpräventionsarbeit
- Multiplikator*innen in Bildung, Jugendhilfe und Gesundheitswesen
- Politische Akteur*innen und Interessierte an geschlechterreflektierter Arbeit
Was erwartet Sie?
- Fachimpulse aus Praxis, Wissenschaft und Politik
- Erfahrungsberichte aus der männerfokussierten Beratung
- Austausch über Herausforderungen und neue Ansätze
- Raum für Vernetzung und fachliche Weiterentwicklung
Warum ist dieser Fachtag wichtig?
Ein erheblicher Teil problematischer Entwicklungen bleibt lange unsichtbar – bis sie sich in Gewalt, Rückzug oder Krisen zuspitzen. Männerarbeit muss deshalb früher ansetzen, neue Wege gehen und stärker als gesellschaftliche Aufgabe verstanden werden.
Denn: Nur wenn Jungen und Männer erreicht werden, bevor Grenzen überschritten werden, kann nachhaltige Prävention gelingen.