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Aktuelle Meldungen

Welt­männer­tag: Regelmäßig Blutdruck messen, um Schlaganfall vorzubeugen

Bluthochdruck ist der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor für einen Schlaganfall – und bleibt oft jahrelang unbemerkt. Zum Weltmännertag am 3. November ruft die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) deshalb insbesondere Männer in der Lebensmitte dazu auf, ihren Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren. Denn schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko für einen Schlaganfall deutlich senken.

„Viele Männer stehen in ihren Vierzigern und Fünfzigern mitten im Berufsleben, kümmern sich um ihre Familien und verschieben die Sorge um ihre eigene Gesundheit auf später“, erklärt Prof. Waltraud Pfeilschifter, 1. Vorsitzende der DSG. „Doch genau in diesen Jahren werden wichtige Weichen für die Gesundheit im Lauf des weiteren Lebens gestellt. Wer seinen Blutdruck kennt und rechtzeitig handelt, kann sein Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte erheblich senken“, weiß die Chefärztin der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie des Städtischen Klinikums Lüneburg.

Übergewicht, Bewegungsmangel und eine salzreiche Ernährung begünstigen Bluthochdruck, der langfristig die Blutgefäße schädigt. Rauchen erhöht das Risiko für Gefäßerkrankungen zusätzlich. Gerade Übergewicht und Tabakkonsum sind bei Männern häufiger als bei Frauen.

Ab 135/85 mmHg: Erhöhte Blutdruckwerte ärztlich abklären lassen
Die DSG empfiehlt regelmäßige Selbstmessungen mit einem geprüften Oberarmgerät: Nach fünf Minuten Ruhe morgens und abends jeweils zweimal messen, die Werte über sieben Tage notieren und den Durchschnitt ermitteln. Liegt dieser beim oberen Wert bei mindestens 135 mmHg oder beim unteren bei mindestens 85 mmHg, sollte der Hausarzt aufgesucht werden.

„Ein Blutdruckmessgerät sollte ab der Lebensmitte eigentlich genauso selbstverständlich zur Haushaltsausstattung gehören wie ein Fieberthermometer“, sagt Pfeilschifter. Und mit einem Augenzwinkern ergänzt sie: „Wer seinem Mann zum Weltmännertag etwas schenken möchte, könnte ein gutes Blutdruckmessgerät wählen und ein Schleifchen drumwickeln.“

Sollte sich tatsächlich Bluthochdruck bestätigen, sei das kein Grund, die Behandlung zu scheuen: „Schon eine gesündere Lebensweise mit 2,5 Stunden Sport in der Woche kann viel bewirken“, erklärt die Ärztin. „Und wenn das nicht ausreicht, lässt sich der Blutdruck meist mit Tabletten gut einstellen. Ein überschaubarer Aufwand, der die Gesundheit über die nächsten Lebensjahrzehnte schützen kann.“

Zitiert nach einer Pressemitteilung der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft vom 02.11.2026.