Helfen Sie uns, besser zu werden

Wir möchten wissen, was auf unserer Website gut funktioniert - und was wir noch verbessern können. Dafür bitten wir Sie um Erlaubnis, anonyme Nutzungsdaten zu erfassen. Diese Entscheidung ist natürlich freiwillig.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Aktuelle Meldungen

4 von 10 Deutschen müssen sich für Alkoholverzicht rechtfertigen

Alkohol gehört für die große Mehrheit der Deutschen selbstverständlich zum gesellschaftlichen Leben: 86 % konsumieren grundsätzlich alkoholische Getränke, nur 14 % sind abstinent. Wer darauf verzichtet, muss sich jedoch häufig erklären: 42 % haben sich schon einmal dafür rechtfertigen müssen. Dabei empfinden viele den Alkoholkonsum anderer als unangenehm: 46 % haben eine Feier oder Party bereits einmal früher verlassen, weil andere dort zu betrunken waren. Auch weitere Schattenseiten wie Aggressivität oder übergriffiges Verhalten mussten viele Deutsche miterleben. Das sind Ergebnisse der Studie „Alkohol in Alltag, Familie und Beruf“ der Pronova BKK, für die 1.228 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt wurden.

38 % der Deutschen trinken mindestens einmal pro Woche alkoholische Getränke. Zwischen den Geschlechtern bestehen dabei große Unterschiede in diesem regelmäßigen Konsum: Jeder 2. Mann, aber nur knapp mehr als jede 4. Frau greift einmal oder sogar mehrmals pro Woche zu Getränken wie Bier, Sekt oder Schnaps. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vor allem trinken die Deutschen, weil es für 39 % bei Geburtstagen oder Feierlichkeiten einfach dazu gehört.

„Weil Alkohol in unserer Gesellschaft stark in bestimmte soziale Situationen verankert ist, wird das Thema in vielen Kontexten nicht als bewusste Entscheidung wahrgenommen, sondern normalisiert. Wenn etwas als soziale Norm gilt, entsteht oft die unausgesprochene Erwartung, dass sich alle daran orientieren“, sagt Patrizia Thamm, Referentin der Gesundheitsförderung bei der Pronova BKK, Wirtschaftspsychologin sowie Trainerin für Resilienz und Achtsamkeit. „Dazu kommt auch ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Gemeinsames Trinken kann ein soziales Ritual sein und Verbundenheit signalisieren, Verzicht wird dann als Abgrenzung wahrgenommen.“

Rund jede*r 10. hat Angst, als Außenseiter dazustehen und fast jede*r 5. macht einfach mit, weil es die Freunde auch tun. Denn, wer auch nur manchmal verzichtet, fühlt sich oft zu einer Rechtfertigung gedrängt. 31 % der Deutschen mussten sich sogar bereits mehrfach erklären, weil sie einen Drink abgelehnt haben.

„Dabei sollte Alkoholverzicht nicht begründet werden müssen. Eigentlich ist nicht der Alkoholverzicht fragwürdig, sondern die gesellschaftliche Erwartung, dass Trinken der Normalfall ist.“, erklärt Thamm von der Pronova BKK.

Fast 3 von 10 Befragten trinken Alkohol, um sich beispielsweise nach einem anstrengenden Tag zu belohnen. Etwa ¼ greift zum Alkohol, um lustiger und geselliger zu werden. Pronova-BKK-Expertin Thamm rät: „Wenn ich nach einem anstrengenden Tag regelmäßig ein Glas Alkohol trinke, und dabei Entspannung erlebe, verbinde ich den Feierabend mit dieser Belohnung. Irgendwann löst schon die gewohnte Situation den Wunsch nach Alkohol aus. Wer dieses Muster verändern möchte, der sollte die Belohnung durch eine Alternative mit derselben Funktion ersetzen. Das kann Sport, ein kurzer Spaziergang mit dem Lieblingspodcast oder ein bewusster Genussmoment mit einem leckeren Essen sein. Entscheidend ist, dass diese Alternativen Entspannung oder Belohnung bieten. Durch regelmäßige Wiederholung können sie sich mit der Zeit als neue Gewohnheiten festigen.“

Gen Z und Männer werden öfter aggressiv unter Alkoholeinfluss
Alkohol sorgt aber nicht nur für die gewünschte Entspannung und Geselligkeit. Nach dem Konsum sinken nicht selten auch die Hemmschwellen: 3 von 10 Befragte der Gen Z haben bereits unter Alkoholeinfluss ihre*n Partner*in betrogen. Mitunter schlägt die Stimmung auch in Aggression um. Mehr als jede 5. Person ist unter der Wirkung von Bier, Schnaps, Sekt und Co. schon unangemessen aggressiv geworden. Besonders häufig geben dies die Jüngeren an: 37 % der 18- bis 30-Jährigen und 33 % der 31- bis 45-Jährigen wurden im Rausch schon unangemessen aggressiv. Auch körperliche Auseinandersetzungen kommen bei 30 % der Männer unter Alkoholeinfluss vor, bei Frauen sind es 18 %.

Häufige Übergriffe von Betrunkenen
Doch die Befragten werden nicht nur selbst unter Alkoholeinfluss aggressiv, sondern erleben auch Gewalt durch andere: Jede*r 3. wurde bereits mindestens einmal von alkoholisierten Personen angegriffen. Menschen zwischen 18 und 45 Jahren sind mit rund 45 % besonders betroffen. Bei den über 60-Jährigen berichten 20 % von solchen Erfahrungen.

Mehr als jede 3. Frau wurde bereits von einer alkoholisierten Person sexuell belästigt, die Hälfte der Betroffenen hat dies mehrfach erlebt. Auch 19 Prozent der Männer geben das an.

Über die Studie
Für die repräsentative Studie „Alkohol in Alltag, Familie und Beruf“ der Pronova BKK wurden 1.228 Frauen und Männer ab 18 Jahren im Juli und August 2026 online befragt. Darunter befinden sich 400 Personen der Generation Z im Alter von 30 Jahren oder jünger. Die Befragung untersucht, wie in Deutschland mit dem Thema Alkohol umgegangen wird und wie die persönlichen Erfahrungen der Befragten mit Alkohol sind. Dabei wird auch der Konsum von Alkohol im geschäftlichen Umfeld beleuchtet.

Zur Studie

Zitiert nach einer Pressemitteilung der Pronova BKK vom 26.10.2026.