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Aktuelle Meldungen

Zum Arzt oder lieber Dr. Google fragen? Vor allem Jüngere tendieren zur Selbstdiagnose – KKH: Online-Recherche ersetzt keine medizinische Expertise

Für fast alle Bürgerinnen und Bürger ist das Internet in medizinischen Fragen eine zentrale Informationsquelle: Laut einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse haben 91 Prozent der 1.000 Befragten im Netz schon einmal nach Informationen zu Krankheiten und deren Symptome recherchiert, egal ob sie selbst betroffen waren oder jemand aus ihrem persönlichen Umfeld. Es ist ja auch allzu verlockend, denn gleich ob Kopf-, Bauch- oder Knieschmerzen: Dr. Google und Kolleginnen und Kollegen haben zu jedem Wehwehchen eine Vielzahl von Antworten parat – sofort, rund um die Uhr und sieben Tage die Woche.

Bedenklich, riskant oder gar kühn kann allerdings der ein oder andere Beweggrund für die Onlinerecherche zu Krankheiten anmuten. So forschen rund ein Drittel aller befragten 16- bis 70-Jährigen (32 Prozent) im Netz zu medizinischen Fragen oder würden dies tun, um sich einen Arztbesuch zu ersparen – etwa angesichts voller Praxen und langer Wartezeiten auf einen Termin. Rund jede/r Vierte, der sich schon einmal online über Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten informiert hat, konnte sich nach eigener Aussage dadurch selbst helfen und somit auf einen Arztbesuch verzichten (23 Prozent), und 13 Prozent haben sich schon einmal eine Selbstdiagnose gestellt – unter den 16- bis 34-Jährigen sogar jede/r Fünfte (20 Prozent).

Übertriebene Gesundheitsrecherche: ein Brandbeschleuniger für Ängste?

„Wer im Netz nach Krankheiten und Symptomen googelt, macht erst einmal nichts falsch“, sagt KKH-Psychologin Isabelle Wenck. „In den meisten Fällen verbessert dies sogar die eigene Gesundheitskompetenz – vorausgesetzt, die Informationen sind seriös und aktuell.“ Wer sich via Internetrecherche auf einen Arzttermin vorbereitet – dies würden laut Umfrage immerhin gut die Hälfte aller Befragten (53 Prozent) tun –, kann sich mit seiner Ärztin oder seinem Arzt auf Augenhöhe austauschen und die passenden Fragen stellen.

Doch Vorsicht: Laien können schnell auf eine Flut von Diagnosen stoßen, die sie überfordern, ganz gleich welche Online-Quelle sie nutzen. Die große Mehrheit der Befragten (77 Prozent) würde sich mit Hilfe von Suchmaschinen über Krankheiten schlau machen, 69 Prozent auf Webseiten von Krankenkassen und anderen Gesundheitsdienstleistern, 38 Prozent via Künstlicher Intelligenz und zehn Prozent via Social Media. Dabei fühlt sich rund jede/r Siebte (15 Prozent) durch die eigenen Rechercheergebnisse verunsichert. Kein Wunder, denn zu den Stichwörtern ,Kopfschmerz‘ und ,Schwindel‘ etwa finden Nutzerinnen und Nutzer nicht nur Treffer wie ,Stress‘ und ,Migräne‘, sondern auch beängstigende Ergebnisse wie ,Multiple Sklerose‘ oder ,Hirntumor‘.

Und genau hier liegt das Problem: „Vor allem Menschen mit psychischen Erkrankungen wie beispielsweise einer Angst- oder Zwangsstörung können dann schnell in einen Teufelskreis geraten. Das gilt insbesondere für diejenigen, die bereits eine konkrete Angst vor schweren oder unheilbaren Krankheiten haben. In der Folge kann eine Cyberchondrie entstehen. Diese zwanghafte Sucht nach einer Internetdiagnose wird auch Morbus Google genannt“, erläutert Isabelle Wenck. Die Onlinesuche nach Krankheiten ist dabei nicht immer der Auslöser dieser speziellen Angststörung, sondern wirkt oftmals wie eine Art Brandbeschleuniger bereits bestehender Ängste: Betroffene surfen viele Stunden am Tag nach passenden Erklärungen für ihre Beschwerden, ziehen häufig falsche Schlüsse, überdramatisieren schließlich ihre Symptome und stellen schlimmstenfalls dramatische Eigendiagnosen. Die Sorge um die eigene Gesundheit wird immer stärker, und die Ängste schränken die Lebensqualität der Betroffenen stark ein. „Eine Cyberchondrie ist also ein zwanghaftes Verhalten, das nichts mehr mit ganz alltäglichen Webrecherchen zu Erkältungen oder Übungen gegen Rückenschmerzen zu tun hat. In besonders schweren Fällen dreht sich der gesamte Alltag um die Krankheitssuche im Internet“, erläutert die KKH-Psychologin. Darüber hinaus meiden Menschen mit Cyberchondrie häufig den Gang in die Arztpraxis, da sie fürchten, nicht ernstgenommen zu werden oder dass ihre Eigendiagnose bestätigt wird. Der Teufelskreis beginnt von vorn.

Austausch: ja, Krankheitsschilderungen anderer adaptieren: nein

Das Gefährliche an digitalen Selbstdiagnosen: Häufig sind die Betroffenen medizinische Laien, die Symptome nicht immer korrekt benennen können. Zudem können hinter gleichen oder ähnlichen Symptomen viele unterschiedliche Erkrankungen stecken. Im schlimmsten Fall verzögert eine reine Online-Diagnose die gezielte Behandlung einer ernsten Krankheit. Wenck: „Die Informationen im Netz sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Nur Expertinnen und Experten können die Vielzahl an Ergebnissen fachgerecht deuten und richtig einordnen. Der Gang in die Arztpraxis ist deshalb oftmals ratsamer als reine Internetrecherche.“ Eine individuelle Diagnose erfordert zudem medizinische Untersuchungen wie etwa eine Kontrolle der Blutwerte, die nur eine Praxis oder Klinik leisten kann.

Wer sich dennoch gern vorab im Netz über Symptomatiken und Behandlungsmöglichkeiten informieren will, sollte auf das Impressum der jeweiligen Internetseiten achten. Stammen die Informationen von seriösen Absendern, etwa einem wissenschaftlichen Institut, oder aus fragwürdigen Quellen wie Anbietern mit kommerziellen Interessen? Außerdem: Jeder Krankheitsverlauf ist anders! „Der Austausch mit anderen Nutzerinnen und Nutzern kann hilfreich sein, man sollte aber nie von Krankheitsschilderungen und -verläufen anderer auf sich selbst schließen“, betont Isabelle Wenck.

Zitiert nach einer Pressemitteilung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) vom 22.01.2026