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New Leadership: Held in der Krise?
Männlichkeit ist in die Krise geraten. Während Frauenbewegungen zunehmend kooperativ und ko-kreativ handeln, ziehen sich Männer zurück und halten an konkurrenzierenden Mustern fest. Die Folgen sind Einsamkeit, der Verlust adäquater Aggression, eine steigende psychosoziale Belastung und eine Kränkung im Selbstwert. Darunter beginnen Arbeitsbeziehungen verstärkt zu leiden und echte Diversität kann sich nicht entfalten. Wenn auch eine schleichende Feminisierung der Gesellschaft, ein Wandel der Bildungsverhältnisse und ein wachsender Zwang zur Selbstoptimierung für Probleme von Männern mitverantwortlich gemacht werden können, bleibt zu fragen, warum Männer nach jahrzehntelanger Anregung zur Selbstentwicklung offensichtlich weiterhin defensiv, veränderungsresistent und wenig flexibel auf organisationale, kulturelle Veränderungen reagieren. Nach wie vor dominante, patriarchale Heldenbilder, das Verdrängen situationsadäquater Emotionen sowie eine Unsicherheit für eine integrierende männliche Identitätsgestaltung können Ansätze sein, die tiefe Not des Mannes zu ergründen und ihn für eine beziehungsorientierte Persönlichkeitsentwicklung zu ermutigen.
Armin Ziesemer skizziert in einem 30minütigen Impulsreferat drei Aspekte:
– Der wilde Mann: Wie prägen archaische Rollenbilder Organisationen?
– Innere Diversität und Identität: Wie entwickelt Mann sich gesundheitsförderlich in der Führung?
– Wagnis Beziehung: Welche Bedürfnisse fördern tragende Arbeitsbeziehungen?
Neben fachlichem Input steht ein anschließender Erfahrungsaustausch im Vordergrund.
15. Juni 2021, 18:00 – 19:30 Uhr
Teilnahme kostenfrei