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Fitness & Sport

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Intensiver Sport schützt nicht vor Arterienverkalkung - im Gegenteil!

Bereits mehrere Studien legen nahe, dass Menschen, die ihr Leben lang intensiv Ausdauersport betreiben, mehr Koronarkalk aufweisen. Eine Studie bestätigt nun das vermeintliche Paradox. Auf Sport verzichten, sollte man deshalb aber keinesfalls!

Lebenslanger intensiver Ausdauersport scheint neuesten Daten zufolge keinen Schutz vor Gefäßverkalkungen zu bieten. Im Gegenteil ein derartiges Pensum ging im Vergleich zu moderater regelmäßiger Aktivität mit einem tendenziell höheren Aufkommen atherosklerotischer Plaques einer. Studienautor Dr. Ruben de Bosscher aus Leuven in Belgien hat die Ergebnisse der Master@Heart-Studie beim ACC-Kongress vorgestellt, zeitgleich wurde sie auch publiziert worden (siehe Preprint im American College of Cardiology, online seit 14.3.23) .

„Lebenslang Sport treibende Ausdauerathleten hatten mehr koronare Plaques, einschließlich mehr nicht-kalzifizierte Plaques in proximalen Segmenten, als fitte gesunde Menschen mit einem ähnlichen niedrigen kardiovaskulären Risikoprofil“, berichten die Autoren in der Publikation.

Mehrere Studien aus der Vergangenheit haben bereits auf dieses vermeintliche Paradox hingewiesen. Leistungssportler haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung zwar eine niedrigere Mortalität. Und es steht außer Frage, dass körperliche Aktivität viele gesundheitsfördernde Effekte mit sich bringt. Trotzdem wiesen Menschen mit lebenslangen intensiven Trainingseinheiten in Studien vermehrt atherosklerotische Plaques auf. Wie gehen diese Beobachtungen miteinander einher? Man versuchte sich u.a. das Phänomen damit zu erklären, dass intensive Ausdauersportler zwar mehr Plaques haben, davon aber viele kalzifiziert und stabil sind und sie damit ein geringeres kardiovaskuläres Risiko bergen. In der aktuellen Studie hat sich diese Annahme allerdings nicht bestätigen lassen – mehr dazu später.

Untersucht wurden die folgenden drei Gruppen, um die Herzkranzgefäße(Koronarien) von herzgesunden Ausdauerathleten mit denen von herzgesunden, sportlich aktiven Menschen zu vergleichen:

  • Lebenslang intensiv Ausdauersport betreibende Masterathleten (8 oder mehr Stunden Radfahren oder 6 oder mehr Stunden Laufen pro Woche),
  • Athleten, die erst später, nach dem 30. Lebensjahr, mit intensivem Sport begonnen haben, und
  • gesunde Menschen, die keinen intensiven Ausdauersport betreiben (gleich oder weniger als 3 Stunden Sport pro Woche)

Letztere Gruppe waren aber, was ihre tägliches Sportpensum betrifft, ebenfalls überdurchschnittlich aktiv. Im Gegensatz zu den früheren Studien durften alle Teilnehmer (es waren ausschließlich Männer) keinerlei kardiovaskuläre Risikofaktoren aufweisen. 

In diesem Vergleich wiesen die Athleten im Koronar-Computertomogramm (CT) generell eine höhere Plaque-Last auf. Ebenso war es für die Masterathleten wahrscheinlicher, dass mindestens eine koronare Plaque sowie gemischte Plaques vorlagen. Schaut man sich die Zusammensetzung der Plaques an, zeigte sich, dass die lebenslangen Ausdauersportler ähnlich viele kalzifizierte Plaques aufwiesen als die Probanden der anderen beiden Gruppen.

Um also auf die anfängliche Theorie zurückzukommen: Die aktuellen Befunde unterstützen damit die Hypothese, dass hochtrainierte Ausdauerathleten im Vergleich zu Nicht-Athleten eine günstigere Plaquezusammensetzung haben, nicht.

Warum aber sind z.B. Leistungssportler im Allgemeinen trotzdem „herzgesünder“? Ein weiterer Befund in der aktuellen Studie könnte das vermeintliche Paradox doch noch erklären. Die Häufigkeit sog. vulnerabler Plaques, definiert durch mehr als zwei Risikomerkmale, war bei den Masterathleten nämlich deutlich geringer als in der Kontrollgruppe.

Studienautor Bosscher glaubt aber eher an eine andere Theorie, wie der Kardiologe beim Kongress ausführte. Seiner Ansicht nach könnte hinsichtlich der herzgesundheitsfördernden Wirkung von Sport eine J-Kurve vorliegen. Das bedeutet: Wer gar keinen Sport treibt, hat das höchste Atherosklerose-Risiko, bei körperlicher moderater Aktivität von bis zu drei Stunden pro Woche ist das Risiko am niedrigsten und mit steigender Intensität kommt es wieder zu einem leichten Anstieg des Risikos. „Das Schlechteste, was wir also machen können, ist gar nichts zu tun“, machte er deutlich. Den in Studien gezeigten Überlebensvorteil von Wettkampfsportlern erklärt sich de Bosscher damit, dass diese in den Untersuchungen mit der Allgemeinbevölkerung verglichen wurden, und das Aktivitätslevel bei vielen Menschen eben gering bis nicht vorhanden ist. Wenn die Überlebensarten solcher Athleten mit denen von sportlich aktiven Menschen verglichen würden, hätten die sportlich aktiven womöglich das niedrigere Sterberisiko, spekulierte der Kardiologie. Ob diese Annahme stimmt, müssen aber erst weitere Studien zeigen.

Quelle: Kardiologie.org am 9.3.2023

Zitiert nach einer Pressemitteilung der Internisten im Netz vom 15.05.2023. 

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