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Wenn Arbeit auf die Seele schlägt

Zusammenfassung

Ar­beit ist für viele Menschen ein wich­tiger Be­stand­teil ihres Lebens, der für Wohl­be­fin­den und psy­chische Ge­sund­heit durch das Er­le­ben von per­sön­licher Pro­duk­ti­vi­tät, Kre­a­ti­vi­tät und Selbst­ver­wirk­li­chung ei­nen wich­tigen Pfei­ler dar­stellt. Doch Ar­beit kann auch zum Aus­lö­ser von Be­find­lich­keits­störungen und Krank­heit­en wer­den. Ar­beits­be­dingungen können in vie­ler­lei Hin­sicht die Ge­sund­heit ge­fähr­den: nicht nur kör­per­lich, son­dern auch psy­chisch. Das Pro­blem ist, dass ein seelisch krank­machender Job meist schwer zu er­kennen ist. Und an­ders als bei kör­per­lich ge­fährden­den Be­rufen, ist es auch schwie­riger, die Ur­sache zu be­he­ben: Mit ei­nem Schutz­helm oder ei­ner Atem­mas­ke ist es hier nicht getan.

 

Per­manen­ter Stress am Ar­beits­platz kann Krank­heit­en aus­lösen
Rund jedem zehn­ten Ar­beits­un­fähig­keits­tag liegt ei­ne psychischen Stö­rung oder Er­kran­kung zu­grun­de. Die Hinter­grün­de see­lischer Er­kran­kung­en sind zu­meist komplex und durch ver­schiedene Fak­toren ge­prägt. Mitt­ler­weile wur­den in zahl­reichen Stu­di­en je­doch ty­pische Fak­toren identi­fi­ziert, die auf die Arbeits­situa­tion als ei­nen be­deut­samen Ver­ur­sacher schlie­ßen las­sen:

  • Wan­del der Arbeits­welt: Auf­gaben wer­den kom­plexer, er­for­dern mehr Wis­sen und Ver­ant­wortung
  • Per­ma­nen­ter Zeit­druck und stän­dige Be­fürchtungen, Auf­ga­ben nicht zeit­ge­recht be­wältigen zu kön­nen
  • Angst vor Arbeits­platz­ver­lust und pre­käre Arbeits­ver­hält­nisse, bei­spiels­wei­se Leih- oder Zeit­ar­beit.
  • Nur gerin­ge oder kei­ne Mit­sprache­mög­lich­keiten bei der Auf­gaben- und Ar­beits­platz­ge­staltung
  • Man­geln­de Wert­schätzung durch Vor­gesetzte, so­wohl hin­sicht­lich Ent­lohnung, als auch hin­sicht­lich Rück­mel­dungen zur Ar­beits­leistung, Auf­stiegs­chan­cen, Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­keiten.
  • Man­geln­de Un­ter­stützung durch Kolleginnen und Kollegen, schlech­tes Be­triebs­kli­ma, im Extrem­fall Mobbing.

 

Burnout: Wenn Körper und Seele an Grenzen stoßen

Wenn man im Be­ruf dau­er­haft un­ter Stress steht und au­ßer­halb der Ar­beit keine Er­ho­lung findet, kann dies zu einem Burn­out-Syn­drom füh­ren - einem Er­schöp­fungs­zu­stand ver­bun­den mit dem Ge­fühl, völlig aus­ge­brannt zu sein.

Häu­fig sind Per­sonen da­von be­trof­fen, die sich selbst zu viel zu­mu­ten und sich im Be­ruf be­wei­sen wol­len. Sie zie­hen sich aus dem Privat­leben zu­rück und de­fi­nie­ren sich stark über ih­re Leis­tung im Be­ruf. Kann die Ar­beit den Ver­lust der pri­va­ten Le­bens­qua­li­tät nicht mehr kom­pen­sie­ren, emp­fin­den die Be­trof­fe­nen sie nicht län­ger als Be­stä­ti­gung, son­dern eher er­schöpfend und be­las­tend. Sie füh­len sich frustriert, stump­fen zu­neh­mend ab und wer­den lust­los. Dau­ert diese Über­las­tung über einen länge­ren Zeit­raum an, stei­gert es die Chan­cen, dass psy­chische Stö­rung­en ent­ste­hen, bei­spiels­wei­se De­pressionen. Nicht nur Männer und Frauen in ver­ant­wortungs­vollen Füh­rungs­po­si­tionen sind be­trof­fen, es kommt in allen Be­rufs­grup­pen vor. Das Burn­out-­Syn­drom gilt nicht als eigen­stän­diges Krank­heits­bild, son­dern als Syn­drom, welches im Zusammen­hang mit ar­beits­be­zo­ge­ner Über­lastung steht. Je nach Aus­prä­gungs­grad be­dür­fen Men­schen mit Burn­out einer pro­fessionellen Be­hand­lung.weniger

Zusammenfassung

  • Arbeit kann auch zum Auslöser von Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten werden
  • Seelisch krankmachende Jobs sind meist schwer zu erkennen
  • Typische Faktoren sind Zeitdruck oder die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust, mangelnde Wertschätzung von Vorgesetzten oder fehlende Unterstützung im Kollegium
  • Dauerhafter Stress auf der Arbeit kann zu einem Burnout führen

 

Letzte Aktualisierung: August 2016


Meldungen zum Thema

MHH eröffnet Ambulanz für Menschen mit sexuellen Gewaltfantasien

Logo Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Niedersächsisches Sozialministerium fördert Projekt mit 450.000 Euro

Der Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Sexualmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) startet ein neues Forschungs- und Behandlungsangebot: Prävention und Behandlung dysregulierter Sexualität, kurz PBDS. Es richtet sich an Menschen, die fürchten, ihre sexuellen Impulse nicht mehr kontrollieren zu können. Dazu gehören neben dem exzessiven Konsum von Pornografie auch sexuelle Gewaltfantasien und sexuelle Übergriffe auf Frauen. Voraussetzung für die Aufnahme in das Behandlungsprogramm ist, dass gegen die Betroffenen zum jetzigen Zeitpunkt kein Ermittlungs- oder Strafverfahren vorliegt.

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Wie wird häusliche Gewalt über Generationen weitergegeben - und wie lässt sich dieser Kreislauf durchbrechen?

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Tagung an der Hochschule Landshut beschäftigte sich mit der Weitergabe häuslicher Gewalt

Kinder, die zuhause Gewalt sehen oder selbst erleben, können später zum Täter werden. Häusliche Gewalt kann sich so über Generationen in Familien weitertragen. Um diese Entwicklung drehte sich die Fachtagung „Häusliche Gewalt ohne Ende? - Generationale Weitergabe von Partnerschaftsgewalt“ am 7. April 2017 an der Hochschule Landshut.

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"Depression, sprechen wir’s an"

Fachtagung zum Weltgesundheitstag

Der diesjährige Weltgesundheitstag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widmet sich dem Thema Depression. Ein wichtiges Anliegen ist dabei, dass an Depression erkrankte Menschen Hilfe suchen und eine angemessene Unterstützung erhalten. Gleichzeitig sollen die weltweiten Aktivitäten dabei helfen, Vorurteile und Ängste im Umgang mit der Krankheit abzubauen. Dazu soll auch eine vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte und von der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. organisierte Fachveranstaltung, die morgen (7. April) in Berlin stattfinden wird, beitragen.

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Weltgesundheitstag 2017: Daten und Fakten zu Depression

Anlässlich des Gründungsdatums der Weltgesundheitsorganisation 1948 findet jährlich am 7. April der Weltgesundheitstag statt. Das Thema für 2017 lautet „Depression - Let`s talk“ und unterstreicht damit die hohe Wichtigkeit von psychischer Gesundheit als wesentliche Voraussetzung für das individuelle Wohlbefinden, eine hohe Lebensqualität und Leistungsfähigkeit.

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Depression im Alter

"Gesund & aktiv älter werden" kompakt.

Innerhalb eines Jahres ist fast jeder Zehnte betroffen und ältere Menschen ebenso wie jüngere. Die Behandlung der Depression ist auch im Alter wichtig. Dies setzt voraus, dass die Erkrankung erkannt wird. Eine neue Broschüre, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter Mitwirkung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe erstellt wurde, gibt wertvolle Tipps und klärt auf.

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BKH Günzburg und Uni Ulm suchen Teilnehmer für Studie zu Depression und Burnout bei Männern

Logo Studie MenDe

Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie II am Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg und die Psychosomatische Klinik der Universität Ulm führen derzeit eine Fragebogenstudie durch. Das Thema lautet: „Männlichkeitskonstruktionen und psychosoziales Gesundheitshandeln von Männern mit depressiven Erkrankungen“, abgekürzt MenDe.

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Fünf Jahre Präventionsprojekt "Kein Täter werden" an der MHH

Logo Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Fast 1.300 Personen haben Kontakt zum Projektstandort MHH aufgenommen

Gefördert vom Niedersächsischen Sozialministerium eröffnete die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) vor fünf Jahren einen Standort des Präventionsprojekts „Kein Täter werden“ im Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Sexualmedizin. Insgesamt nahmen seit 2012 fast 1.300 Männer Kontakt zum Projektbüro an der MHH auf, davon stammten fast 750 der Anfragen aus der unmittelbaren Zielgruppe des Projekts.

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Erste Tagklinik für Menschen mit hochfunktionalem Autismus

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Angebot für Störungen der sozialen Interaktion

Mitte April eröffnet deutschlandweit die erste Tagklinik für Störungen der sozialen Interaktion auf dem Campus des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie (MPI). Ein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Erwachsenen mit hochfunktionalem Autismus. 0,8 bis 1,3 Prozent aller Deutschen sind von Autismus betroffen, Männer achtmal häufiger als Frauen.

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Gendermedizin: Wie wichtig ist der kleine Unterschied?

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In der Medizin galt lange Zeit der Grundsatz: Männer und Frauen werden gleich behandelt. Dabei gibt es große Unterschiede bei den Geschlechtern, die sich auf das Risiko, die Symptome und die Behandlung von Krankheiten auswirken. Das ARTE-Wissensmagazin "Xenius" ging diesen Fragen in seiner Sendung vom 03.02.2017 auf den Grund.

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Wenn sie ihn schlägt - Häusliche Gewalt gegen Männer

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Die Frauenhäuser in Deutschland sind leider gut ausgelastet, rund 40.000 Frauen suchen laut Amnesty International dort jährlich Schutz vor der Gewalt im alten Zuhause. Wenn allerdings Männer Opfer häuslicher Gewalt werden, dann konnten sie bisher kaum schnelle Hilfe bekommen. Denn deutschlandweit gibt es gerade mal fünf Schutzhäuser für Männer. Zwei davon existieren erst seit dieser Woche, und zwar in Sachsen.

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neueste Meldung vom 19.04.2017

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Wissenreihe Männergesundheit - Burnout

Stress kann motivieren und zu Höchstleistungen anspornen. Lässt der Druck jedoch nicht mehr nach und das Gefühl der Überforderung wird zum Dauer­zustand, droht ein Burnout. Aber wo liegt die Grenze zwischen gelegentlicher Überlastung, die sicherlich jeder kennt, und dem Burnout-Syndrom? Der Ratgeber gibt Informationen zu Ursachen, Symptomen und den Wegen, der psychischen Erschöpfung entgegen zu wirken.

Betrieb­liche Gesund­heits­förderung - Seelische Gesundheit

Logo Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Informations­portal des Bundes­ministeriums für Ge­sund­heit (BMG) zur För­de­rung der see­lischen Ge­sund­heit im Rahmen der betrieb­lichen Ge­sund­heits­för­de­rung.

Vorbeugung vor psychischer Erkrankung am Arbeitsplatz

Logo Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

Vorbeugung vor psychischer Erkrankung am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Thema. Durch gezielte Präventionsmaß­nah­men kann die Zahl derer, die zum Beispiel unter dem Burn­out-Syndrom leiden oder an einer Depression erkranken, um ein vielfaches reduziert werden.