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Männliche Hormone (Testosterone)

Mann trainiert Armusskeln mit einer Hantel

Zusammenfassung

Kommen auch Männer in die Wechseljahre? - Grundsätzlich nein, eine vergleichbare hormonelle Umstellung wie bei der Frau im Klimakterium findet beim Mann nicht statt. Ab etwa dem 40. Lebensjahr setzt jedoch eine leichte kontinuierliche Abnahme des Testosteronspiegels ein, die in ausgeprägteren Fällen zu Beschwerden führen kann. Etwa 3 Prozent aller Männer sind von gesund­heitlichen Beschwerden infolge eines Testosteronmangels betroffen.

Kann man seinen Testosteronspiegel selbst beeinflussen?

Schwere oder chronische Erkrankungen, starkes Übergewicht, aber unter Umständen auch zu viel Sport, senken das Testosteron im Blut ab. Auch Diäten und starker Alkoholkonsum verringern das männliche Geschlechts­hormon. Somit kann man zumindest teilweise über seinen Lebensstil einem Absinken des Testosteronspiegels entgegenwirken. Dies betrifft ins­be­son­dere die Vermeidung von Übergewicht durch angemessene Ernährung und Bewegung sowie einem maßvollen Umgang mit Alkohol.

Testosteronmangel

Typische Probleme bei ausgeprägtem, krankheitswertigem Testosteron­mangel sind depressive Verstimmung, nachlassende sexuelle Lust, Müdigkeit, allgemeine körperliche Abgeschlagenheit, trockene Haut und schlei­chende Knochenerweichung. Die Muskelmasse des Körpers nimmt zugunsten des Körperfettes ab. Die Fettverteilung wird „weiblicher“, die Fettpolster an den Oberschenkel werden dicker, manchmal kommt es auch zu einer Vergrößerung der Brüste. Die Körperbehaarung wird spärlicher.

Testosteronzuführung

Älterer Mann erhält HormonspritzeBei einem ärztlich diagnostizierten Testosteronmangel-Syndrom kommen in bestimmten Fällen Testosteron-Gels oder Testosteron-Spritzen zum Ein­satz. Die Zuführung von Testosteron muss jedoch streng abgewogen werden, da sie mit einer Reihe von Risiken verbunden ist. So kann ein vorhandener Prostatakrebs durch die Gabe von Testosteron schneller und aggressiver verlaufen. Ein bereits vorliegender Prostatakrebs sollte deshalb vor einer Behandlung aus­geschlossen werden und während der Behandlung mit Testosteron sollten weitere Kontrollen der Prostata erfolgen. Die Testosterongabe kann die roten Blutkörperchen zu stark erhöhen, was zu gefährlichen Blutgerinnseln (Thrombosen) führen kann. Auch eine Schlafapnoe (Probleme mit der Atmung beim Schlafen) kann durch Testosterongabe verschlimmert oder gar ausgelöst werden. Auch Herzerkrankungen können sich verschlechtern. Von Tierversuchen weiß man, dass zu viel Testosteron den Gehirnzellen schadet.

Der Bezug von Testosteronpräparaten ohne ärztliches Rezept ist in Deutschland untersagt und kann darüber hinaus im Leistungssport als Doping sanktioniert werden.

Zusammenfassung

  • Etwa ab dem 40. Lebensjahr kommt es zu einer leichten Abnahme des Testosteronspiegels
  • Etwa 3 Prozent aller Männer sind von einem Testosteronmangel betroffen, der Beschwerden verursacht und einer Behandlung bedarf
  • Man kann seinen Testosteronspiegel durch einen gesunden Lebensstil zumindest teilweise positiv beeinflussen
  • Testosteronzuführung ist mit zahlreichen Risiken verbunden und sollte nur kontrolliert auf ärztliche Verordnung hin erfolgen

 

Letzte Aktualisierung: August 2016


Meldungen zum Thema

Inkontinenz nach Prostata-OP: Was hilft?

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Den Urin nicht mehr halten können - das Problem kennen viele Menschen. Vor allem Frauen haben mit zunehmendem Alter immer häufiger mit Blasenschwäche zu kämpfen. Bei Männern ist Inkontinenz eine gefürchtete Nebenwirkung nach einer radikalen Entfernung der Vorsteherdrüse (Prostata). Die Inkontinenzrate variiert je nach OP-Methode und Erfahrung des Operateurs. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Urologie ist direkt nach der OP jeder zweite Patient von einer Harninkontinenz betroffen.

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Der neue Bericht des Krebsregisters Baden-Württemberg ist erschienen

In den Diagnosejahren 2012/2013 sind Krebsneuerkrankungen zu über 90 Prozent und damit nahezu vollzählig erfasst. Zentrale gesundheitspolitische Fragen zum Thema Krebs - etwa zu Risikofaktoren oder zu Früherkennungsprogrammen - lassen sich nur auf der Basis gesicherter Daten beantworten. Das Krebsregister Baden-Württemberg liefert dafür fundierte Entscheidungsgrundlagen.

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Todesfälle an Krebs in Europa: Was ist für 2017 zu erwarten?

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Forscher rechnen mit einem Rückgang der Sterberaten bei den meisten Krebsarten. Lediglich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs und Lungenkrebs ist der Trend anders.

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Prostatakrebs: Wenn operiert werden muss

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Als Folgeerscheinungen einer Prostata-Operation fürchten Männer Inkontinenz und den Verlust der Erektionsfähigkeit. Damit müssen sich alle auseinandersetzen, denen eine OP bevorsteht. In der Sendung der MDR-Reihe „Hauptsache Gesund“ vom 02.03.2017 wird dazu über aktuelle Therapieoptionen und Selbsthilfeangebote informiert.

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Pille gegen das Alter? - Patienteninfo zu Testosteron-Mangel

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Über Sinn und Nutzen von Testosteron-Mitteln bei einem altersbedingt niedrigen Hormonspiegel klärt eine neue Patienteninformation der KBV auf. Unter dem Titel „Wechseljahre bei Männern - gibt es das?“ erfahren Patienten mehr über das Hormon und mögliche Beschwerden.

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Neuer Wirkstoff lässt Hodentumoren schrumpfen

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Ein neuer Wirkstoff hilft möglicherweise gegen schwere Formen von Hodenkrebs, die auf andere Therapien nur ungenügend ansprechen. In Mäusen tötet die Substanz entartete Zellen ab und lässt Hodentumoren schrumpfen. Das konnten Forscher der Universität Bonn in einer aktuellen Studie zeigen.

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Krebs der Harnblase und Prostata im Doppelpack

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Nicht selten leiden Patienten, die sich bei fortgeschrittenem Harnblasenkrebs einer Operation unterziehen müssen, auch an Prostatakrebs

Wenn sich Patienten wegen fortgeschrittenem Harnblasenkrebs einer Operation mit Entfernung der Harnblase unterziehen müssen, lohnt immer auch der Blick auf die Prostata: Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Urologic Oncology berichteten, ist bei vielen Betroffenen auch die Prostata von einem bösartigen Tumor befallen.

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Weiterer verstärkter Anstieg von Syphilis-Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben

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Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden im Jahr 2015 insgesamt 6.834 Syphilis-Fälle gemeldet, damit lag die Zahl der gemeldeten Fälle um 19,4% höher als im Jahr 2014. Der seit 2010 zu beobachtende Anstieg hat sich damit nicht nur fortgesetzt, sondern verstärkte sich sogar. Diese Entwicklung lässt sich auch in zahlreichen anderen Ländern weltweit beobachten.

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Prostatakrebs-Studie PREFERE wird nicht fortgeführt

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Die Deutsche Krebshilfe, die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen werden die PREFERE-Studie zur Bewertung der gängigen Behandlungsoptionen bei Frühformen von Prostatakrebs nicht fortführen und die Studienförderung zum 31. Dezember 2016 beenden, weil die Zahl der eingeschriebenen Patienten weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

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IGeL-Monitor: Die aktuelle Diskussion um den PSA-Test

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Derzeit wird in den Medien der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs diskutiert. Der IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) hat hierzu eine Stellungnahme verfasst.

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neueste Meldung vom 20.03.2017

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Anti-Aging - Ewige Jugend auf Rezept?

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Alle möchten lange leben, niemand will alt sein. Deshalb ist in den letzten Jahren viel die Rede von Hormondefiziten und Medikamenten, die den Abbau der körperlichen Leistungs­fähigkeit angeblich stoppen können. Den wissen­schaftlichen Nachweis ihrer Wirksamkeit hat jedoch noch keines der viel­gepriesenen Lifestyle-Medika­mente erbracht - auch wenn mit gegen­teiligen Behauptungen geworben wird. Erwiesen ist nur eines: Als Anti-Aging-Konzept lässt sport­liche Bewegung alle Anti-Aging-Präparate weit hinter sich.

Wenn Sexualität sich verändert

Die aktualisierte Broschüre der profamilia behandelt grund­sätzliche körperliche Verän­derungen, die mit dem Älter­werden einhergehen und die Sexualität beeinflussen können. Die Broschüre kann kostenlos beim Bundesverband profamilia bestellt werden.

Prostatakrebs: Hormonelle Therapie und Hormonentzug

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Warum reagieren Prostatakrebs­zellen auf Testosteron? Wie lässt sich das Tumor­wachstum durch eine antihormonelle Behand­lung bremsen? Wie lange wirkt die Therapie? Für Männer mit Prostata­krebs bietet die Hormon­entzugs­therapie oder kurz Hormon­behandlung eine wirksame Strategie, um das Tumorwachstum in Schach zu halten. Einen Überblick hierzu bietet der Krebs­informations­dienst des Deutschen Krebs­forschungs­zentrums.

Testosteron: Zwischen Lust und Last

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