1. Sprung zur Suche
  2. Sprung zur Servicenavigation
  3. Sprung zur Hauptnavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Sucht und Suchtprävention

Meldungen zu Thema

Internationale Woche für Männergesundheit

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ oder „Fleisch ist mein Gemüse“: Welcher Mann kennt nicht den einen oder anderen Spruch, wie man(n) sich verhalten sollte – gerade, wenn es um die Gesundheit geht. Anläss­lich der Internationalen Woche für Männer­gesundheit vom 10. bis 16. Juni nimmt die Bundes­zentrale für gesund­heitliche Aufklärung (BZgA) daher die Gesundheit von Männern im Alltag unter die Lupe und gibt im Männer­gesund­heitsportal Tipps für ein gesünderes Leben.

Fleisch ist mein Gemüse: In Deutschland verzehren deutlich mehr Männer (39 Prozent) als Frauen (18 Prozent) jeden Tag Wurst und Fleisch. Weniger als ein Viertel der Männer isst täglich Gemüse. Bei Obst greifen 38 Prozent der Männer jeden Tag zu. Übermäßiger Fleisch­genuss kann allerdings durchaus unge­sunde Folgen haben. Eine herzgesunde Ernährung mit viel Gemüse und Obst kann dagegen helfen, Blut­fett­werte günstig zu beeinflussen und das Risiko für koronare Herzkrankheiten zu senken. Und wen das nicht überzeugt: Gemüse und Obst sorgen für eine lang anhaltende Sättigung. Das hilft beim Abnehmen und reduziert auf lange Sicht den Bauchumfang.

Ich bewege mich jeden Tag – von der Haustür zum Auto: Es ist unbestritten, Bewegung ist einer der wichtigsten Pfeiler eines gesunden Lebensstils. Das ist auch vielen Männern bekannt. Weniger als die Hälfte der Männer in Deutschland berichtet, mindestens 2,5 Stunden pro Woche einem Ausdauersport wie z.B. Radfahren oder Fußballspielen nachzugehen. Etwa 31 Prozent der Männer trainieren an mindestens zwei Tagen in der Woche ihre Muskeln durch Krafttraining. Um möglichst lange fit und gesund zu bleiben, sollten Sie sich täglich mindestens 30 Minuten so bewegen, dass Sie leicht ins Schwitzen kommen. Aber keine Sorge es müssen keine sportlichen Höchstleistungen sein: Neben einem zügigen Spaziergang oder Fahrrad­fahren können Sie auch bereits alltägliche Tätigkeiten wie Treppensteigen, Garten- oder Haus­arbeit auf Ihr Bewegungskonto verbuchen.

Ein Indianer kennt keinen Schmerz: Wenn gar nichts weh tut, sehen viele Männer keinen Sinn darin, sich eine Arztpraxis von innen anzusehen. Doch viele Krankheiten führen erst rela­tiv spät zu Symptomen. Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen dienen dazu, mögliche Gesundheitsprobleme zu erkennen, bevor sie sich bemerkbar machen. Knapp die Hälfte (45,4 Prozent) der Männer in Deutschland nimmt regel­mäßig den Gesundheits-Checkup zur Früher­ken­nung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nieren­erkran­kungen und des Diabetes melli­tus in Anspruch. Männer zwischen 18 und 34 Jahren können den Gesund­heits-Checkup einmalig durch­führen lassen. Ab dem 35. Lebensjahr ist die ärztliche Gesundheits­unter­suchung alle drei Jahre möglich. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse.

Echte Kerle weinen nicht: Männer, die ihre gefühlsbetonte Seite zeigen, traurig sind oder sogar wei­nen, gelten oft als unmännlich. Und Psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel Depres­sion, werden noch immer häufig als ein Zeichen von Schwäche gesehen. Daher neh­men viele Männer bei psychischen Beschwer­den nicht oder erst spät ärztliche oder psycholo­gische Hilfe in Anspruch. Wichtig ist: Jeder Mensch kann krank werden und psychische Krankheiten sind genauso ernst zu nehmen wie körperliche. 6,3 Prozent der Männer in Deutschland berichten, dass bei ihnen innerhalb der letzten 12 Monate eine Depression oder depressive Verstimmung diagnostiziert wurde. In der Gruppe der 45- bis unter 65-jährigen Männer ist der Anteil mit 8,5 Prozent am höchsten.

Ein Gläschen in Ehren…: Was ist schon die Sportschau ohne ein Bier? Ein Verdauungs­schnäpschen zählt ja sowieso eher als Medizin, oder? Fakt  ist, dass Alkohol im Alltag fast überall präsent ist. Rund 18 Prozent der Männer in Deutschland weisen nach Selbstangaben einen gesundheitlich riskanten Umgang mit Alkohol auf. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder klarzumachen, dass vor allem der regelmäßige Konsum alkoholischer Getränke gefährlich ist. An mindes-tens zwei Tagen in der Woche sollten Sie daher überhaupt keinen Alkohol zu sich nehmen, also weder ein Glas Wein zum Essen, noch ein Radler nach dem Sport.

Weitere qualitätsgesicherte Informationen unter anderem zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Darmkrebs und Urologischen Erkrankungen sowie zahlreiche praktische Tipps für einen gesunden Schlaf, zur Stress­bewäl­tigung oder auch zur richtigen Einnahme von Medikamenten finden Sie im Männergesundheitsportal.