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Männliche Bewältigungstrategien

Zusammenfassung

Für einen erholsamen Schlaf können Sie auf verschiedene Möglichkeiten zurückgreifen. Es gibt eine Vielzahl von Hausmitteln, die Sie ausprobieren können. Vielleicht haben Sie aber auch schon hin und wieder auf Alkohol als „Einschlafhilfe“ zurückgegriffen oder Medikamente genommen. Bei beidem ist jedoch Vorsicht geboten. Regelmäßiger Alkoholkonsum sowie die Einnahme bestimmter Medikamente können abhängig machen und Ihre Gesundheit gefährden.

 

Alkohol als Einschlafhilfe

Alkohol macht müde, entspannt und sorgt so für die nötige Bettschwere. Vielleicht haben Sie daher schon hin und wieder auf diese „Einschlafhilfe“ zurückgegriffen. Doch Alkohol ist nicht das richtige Mittel, um Schlafstörungen zu bekämpfen.

Zwar schlafen Sie schneller ein, doch im Laufe der Nacht verursacht der vermeintliche Schlummertrunk selbst Schlafstörungen. Hinzu kommt, dass bei größerem Konsum der Harndrang verstärkt wird und Sie durch den sogenannten „Brand“ übermäßigen Durst bekommen.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen sich nach einer solchen Nacht erst recht unausgeschlafen fühlen. Zudem besteht bei regelmäßigem Alkoholkonsum die Gefahr einer Abhängigkeit sowie der Organschädigung. Auch die Psyche wird beeinträchtigt, es kommt beispielsweise zu häufigen Stimmungsschwankungen, Angstzuständen oder Depressionen.

Nehmen Sie Schlafmittel, kann es mit Alkohol zu erheblichen Nebenwirkungen kommen. Die Wirkung von Benzodiazepinen beispielsweise wird durch Alkohol lebensgefährlich verstärkt. Eine gute Alternative zu Alkohol sind sogenannte Hausmittel wie Bewegung vor dem Schlafengehen und pflanzliche Mittel wie Lavendelblüten.weniger

Hausmittel

Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, die Sie gegen Schlaflosigkeit anwenden können. Ihr Einsatz beruht auf Erfahrungswerten. Probieren Sie aus, was für Sie hilfreich ist!

  • Bewegung tut gut! Das gilt auch im Zusammenhang mit Schlafstörungen. Körperliche Betätigung macht müde und lässt uns nachts tiefer zu schlafen. Üben Sie jedoch kurz vor der Schlafenszeit keinen Sport mehr aus, das regt zu sehr an. Machen Sie stattdessen lieber einen kurzen Abendspaziergang.
  • Nehmen Sie ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen ein heißes Bad (ca. 40°). Danach geht die Kerntemperatur im Körper etwas zurück, was häufig Schlaf anstoßend wirkt. Badezusätze mit Melisse oder Baldrian können die Wirkung verstärken. Manchen Menschen helfen auch warme Socken.
  • Probieren sie es mit feuchten Wadenbinden, das lenkt die Blutzirkulation weg vom Kopf, was zu Müdigkeit führt.
  • Trinken Sie abends eine Tasse heiße Milch oder heißen Kräutertee.
  • Viele Menschen greifen auch auf Mittel aus der Natur zurück. Lavendelblüten, Melissenblätter, Baldrianwurzel oder Hopfenzapfen sowie Passionsblumenkraut sollen beispielsweise die Schlafbereitschaft erhöhen. Auch der Geruch von Lavendel entfaltet eine beruhigende Wirkung. Bei Schlafstörungen durch eine leichte depressive Verstimmung kann möglicherweise Johanniskraut die Beschwerden bessern. Bitte daran denken: Pflanzliche Wirkstoffe entfalten im Durchschnitt ihre Wirkung erst nach zwei Wochen Einnahme.
  • Auch Sex vor dem Schlafengehen hat eine entspannende und schlaffördernde Wirkung. Dass dabei ausgeschüttete Hormon Oxytocin, hat einen sedierenden Effekt und unterdrückt das Stresshormon Cortisol.

Medikamente

Auch wenn es einfacher erscheint, sollten Sie zunächst nichtmedikamentöse Maßnahmen ergreifen, wenn Sie an Schlafstörungen leiden. Wenn dies nicht zum Erfolg führt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, die Ihnen entsprechende Medikamente verschreiben können.

Dabei stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung:

  • Tranquilizer (z.B. Valium) sind Entspannungs- und Beruhigungsmittel. Sie wirken beruhigend, angstlösend, antriebshemmend, schlafanbahnend, krampflösend und lassen die Muskeln erschlaffen. Einige dieser Präparate wie die Benzodiazepine können auch als Schlafmittel (Hypnotika) eingesetzt werden. Besonders die Benzodiazepin-Analoga kommen dann zum Einsatz. Allerdings kann sich unter ihrer Einnahme schon nach wenigen Wochen eine Sucht entwickeln.
  • Barbiturate (z.B. Phenobarbital) sind Arzneistoffe mit beruhigender, schlafauslösender und betäubender Wirkung. Sie waren vor der Entwicklung der Benzodiazepine die meist verbreiteten Schlafmittel. Eine Barbiturateinnahme birgt die Gefahr von gefährlichen Vergiftungen und kann in Verbindung mit Alkohol tödlich sein. Barbiturate haben häufig unerwünschte Nebenwirkungen, zum Beispiel Müdigkeit am nächsten Tag („Hangover“), und können zur Abhängigkeit führen. Aus diesen Gründen werden sie heute, mit Ausnahme von Luminal, nicht mehr verwendet.
  • Mit Vorsicht zu behandeln sind Antihistaminika (z.B. Clemastin), die wegen ihrer schlaffördernden Wirkung manchmal zur Selbstmedikation verwendet werden. Zwar sind diese Medikamente rezeptfrei erhältlich, doch das heißt nicht, dass sie harmlos sind.

Manchmal verschreiben Ärzte oder Ärztinnen auch andere Medikamente, die eine beruhigende Wirkung haben, zum Beispiel solche gegen Depressionen (Antidepressiva) oder Psychosen (Neuroleptika). Ihr Arzt / Ihre Ärztin wählt das passende Medikament je nach Art und Schweregrad der Erkrankung, bestehenden Begleiterkrankungen und Lebensalter aus. Er / Sie weiß auch, wie lange und in welcher Konzentration Sie ein Arzneimittel einnehmen dürfen, damit keine Abhängigkeit entsteht und welche Nebenwirkungen eintreten können. Manche Medikamente dürfen Sie nicht einfach absetzen, sondern müssen Sie ausschleichen lassen, damit die Symptome nicht wiederkehren.

Auch wenn der Griff zum Medikament bei Schlaf­störungen schnelle Abhilfe verspricht: Nehmen Sie niemals selbständig verschreibungspflichtige Medikamente ein, zum Beispiel solche von anderen Personen. Lassen Sie sich durch einen Arzt oder eine Ärztin behandeln, der / die Erfahrung mit Schlafstörungen hat und Ihnen das richtige Mittel in der für Sie richtigen Dosierung verschreibt. So verhindern Sie unnötige Nebenwirkungen und mindern die Gefahr einer Suchterkrankung.

 weniger

Zusammenfassung

  • Hausmittel wie warme Milch, ein Abendspaziergang oder pflanzliche Mittel (z.B. Lavendelblüten) können Ihnen beim Einschlafen helfen
  • Alkohol ist als Einschlafhilfe ungeeignet und kann sogar zu Schlafstörungen führen. Regelmäßiger Alkoholkonsum kann gesundheitliche Schäden verursachen
  • Nehmen Sie medikamentöse Schlafmittel nur in Absprache mit einer Ärztin / einem Arzt ein. Viele der Wirkstoffe können abhängig machen oder haben Nebenwirkungen
  • Ein paar einfache Verhaltensregeln können Ihnen helfen, sich eine schlaffördernde Umgebung zu schaffen

 

Letzte Aktualisierung: September 2017

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Wissens­reihe Männer­ge­sund­heit - Schlaf

In dieser Bro­schüre der Stiftung Männer­ge­sund­heit lesen Sie, welche ver­schieden­en Schlaf­störung­en  auf­tret­en und was Sie da­gegen tun können.

Immer mit der Ruhe... Nutz­en und Risiken von Schlaf- und Be­ruhigungs­mitteln

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Die Broschüre der Deutschen Haupt­stelle für Sucht­fragen e.V. (DHS) und der BKK klärt über Nutz­en und Risiken von Schlaf- und Be­ruhigungs­mitteln auf.

Testen Sie den Schwere­grad Ihrer Schlaf­probleme

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Auf der Webseite der Techniker-Kranken­kasse kann in einem Selbst­test heraus­ge­fund­en werden, wie schwe­rwiegend die individuellen Schlaf­probleme sind.

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