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Herz-Kreislaufgesundheit

Akutbeschwerden und Notfälle

Im Notfall zählt jede Minute. Einige Beschwerden können auf eine lebensbedrohliche Herz-Kreislauferkrankung hindeuten. Dann gilt es schnell und richtig zu handeln:

  1. Zögern Sie nicht, auch an einem Sonntag oder mitten in der Nacht, den Notruf 112 zu wählen. Am nächsten Morgen kann es schon zu spät sein. Rufen Sie auch nicht zuerst bei Verwandten oder Ihrer Hausarztpraxis an, sie verlieren nur wertvolle Zeit. Im Notfall kann nur der möglichst schnelle Transport in die Klinik Leben retten.
  2. Versuchen Sie nicht, selbst in die Klinik zu fahren oder sich fahren zu lassen. Der Rettungswagen ist meistens schneller und an Bord ist es möglich, bereits mit der Behandlung zu beginnen. Bei lebensbedrohlichen Komplikationen wie Herz-Kreislaufstillstand steht im Rettungswagen immer ein Defibrillator zur Verfügung.

Für alle Notfälle gilt: SOFORT die 112 anrufen. Diese Nummer gilt in ganz Europa. Im Gespräch äußern Sie Ihren Verdacht und nennen Namen und Anschrift. Bleiben Sie unbedingt in der Leitung bis die Leitstelle das Gespräch beendet.

Notfälle sind:

Herzinfarkt

Starke Schmerzen, die oft in die Arme, zwischen die Schulterblätter, in den Kiefer oder in den Oberbauch ausstrahlen, können auf einen Herz­infarkt hindeuten. Viele Patienten spüren auch ein extremes Enge­gefühl im Brust­raum und ein Gefühl von Todesangst mit Blässe und kaltem Schweiß. Wenn Sie Anzeichen eines Herzinfarkts bei sich feststellen, dann kontaktieren Sie sofort den Notruf unter 112.

Leider zeigen sich beim Herzinfarkt nicht immer die typischen Symp­tome. Manchmal spüren die Betroffenen nur Übelkeit, Erbrechen, Atem­not und Schmerzen im Oberbauch. Daher sollten Sie auch bei diesen Beschwerden den Rettungsdienst rufen, wenn sie in einem noch nie zuvor erlebten Ausmaß auftreten.

Gefährliche Blutdruckentgleisung

Bei einem hypertensiven Notfall steigt der Blutdruck in Höhen von mehr als 230/100mmHg. Die hohen Blutdruckwerte können die Organe schädigen. Bemerken Sie bei stark erhöhtem Blutdruck gleichzeitig Atemnot, Brust­schmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel oder Sehstörungen, sollten Sie nicht zögern und die 112 wählen.

Herz-Kreislauf-Stillstand

Wenn Sie eine leblose Person vorfinden, sollten Sie sofort mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen beginnen. Der einzige Fehler, den Sie in dieser Situation machen können, ist nichts zu tun. In zahlreichen Angeboten, beispielsweise der Rettungsorganisationen, können Sie jederzeit Ihr Wissen rund um Erste-Hilfe-Maßnahmen auffrischen.

Schlaganfall

Seh- und Sprachstörungen können Hinweise auf einen Schlaganfall sein. Lähmungserscheinungen in einer Körperhälfte sowie plötzlich auftretender Schwindel können ebenfalls auf einen Schlaganfall hindeuten. In manchen Fällen treten auch heftige Kopfschmerzen auch in Verbindung mit Übelkeit und Erbrechen auf. Sollten Sie die Anzeichen bei einer Person beobachten, rufen Sie unbedingt die Notrufnummer 112 wählen und melden Sie der Rettungsstelle, dass ein Verdacht auf einen Schlaganfall vorliegt.

Regeln für die Erste Hilfe

  1. Ansprechen, anfassen und bei überstrecktem Hals prüfen, ob die Person atmet und die Atemwege frei sind
  2. Sofort Notruf absetzen
  3. Herzdruckmassage beginnen: Abwechselnd 30 Mal in die Mitte des Brustkorbs drücken (5 cm tief), dann zwei Mal beatmen. Wenn Sie nicht beatmen können oder wollen, dann führen Sie nur die Herzdruckmassage (100 Mal pro Minute) durch. Herzdruckmassage und Beatmung solange fortführen bis der Notarzt vor Ort ist.
  4. Steht ein Defibrillationsgerät zur Verfügung, holen Sie es oder lassen Sie es holen. Die Handhabung ist für jeden einfach, folgen Sie den Sprachanweisungen des Gerätes.

 

Letzte Aktualisierung: März 2018

Der Text wurde in Kooperation mit der Deutschen Gesell­schaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. erstellt.