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Herz-Kreislaufgesundheit

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Adipositas und Typ-2-Diabetes: DDG und DAG fordern verhältnispräventive Maßnahmen gegen Übergewicht

Fast sieben Millionen Menschen in Deutschland sind aktuell an Diabetes mellitus erkrankt, etwa 95 Prozent davon leiden unter Diabetes Typ 2 (1). Die Betroffenen haben häufig starkes Übergewicht. Adipositas ist nicht nur der stärkste Risikofaktor für Typ-2-Diabetes, sondern auch Mitverursacher für gesundheitliche Folgen wie Fettleber, Bluthochdruck oder Herz- und Gefäßerkrankungen. Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland sind übergewichtig, ein Viertel der Erwachsenen ist sogar stark übergewichtig (2). Das Risiko, einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln, ist in dieser Gruppe besonders hoch.

„Zwar sollten Erwachsene im Hinblick auf Bewegung und gesunder Ernährung eigentlich Vorbilder für ihre Kinder sein – mehr als die Hälfte der Eltern in Deutschland sind aber selber übergewichtig (3), deshalb gehen solche Appelle mehrheitlich in Leere“, erklärt Professor Dr. med. Martin Wabitsch, Tagungspräsident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft. „Es gibt offensichtlich wirkungsvolle Barrieren in unseren Lebenswelten, die körperliche Bewegung verhindern und gesunde Ernährung erschweren. Besonders benachteiligt sind ärmere und weniger gebildete Bevölkerungsgruppe. Unsere Aufgabe als medizinische Fachgesellschaften ist es, die Politik zu beraten, welche Strukturen geschaffen werden müssen, damit uns gesundes Verhalten leichter fällt als ungesundes Verhalten“, ergänzt der Kinder- und Jugendarzt und Leiter der Sektion Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Ulm.

Zitiert nach: Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft vom 10.10.2018.