1. Sprung zur Suche
  2. Sprung zur Servicenavigation
  3. Sprung zur Hauptnavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Gesundheits-Apps

Gesundheits-Apps richtig nutzen

Egal ob Kalorienzähler, Pollenflugvorschau oder Tipps für Hausmittel, das Angebot der Gesundheits-Apps wächst rasant. Allein das deutsch­sprachige Angebot umfasst nach Schätzung der CHARISMHA (Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps)-Studie mehr als 100.000 solcher Applikationen für Mobilgeräte. Das Angebot reicht dabei von Wellness- und Lifestyle-Apps, die positive Wirkungen auf die Gesundheit versprechen bis hin zu Apps, die als Medizinprodukte bei der Diagnose von Erkrankungen helfen.

Qualität und Nutzen

Qualität und Nutzen von Gesund­heits-Apps sind oft nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennbar. Dies betrifft beispiels­weise

  • die Präzision von Messungen bei Bewegungs- und Körper­funktions­daten
  • die Nützlichkeit von Verhaltensempfehlungen (z. B. zur Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung)
  • Fragen des Datenschutzes

mehr

Eine umfassende und stets aktuelle Prüfung aller Gesundheits-Apps ist nach Ein­schätzung der CHARISMHA-Studie kaum realistisch. Zur Ein­schätzung von Qualität und Vertrauens­würdigkeit von Gesundheits-Apps stehen Ihnen aber eine Reihe von Kenn­zeichnungen zur Verfügung (z. B. Siegel, Zertifikate). Zudem können Sie sich an Empfeh­lungen bekannter Anbieterinnen und Anbieter von Gesund­heits­­infor­ma­tionen (z. B. Krankenkassen) orientieren.

Gesundheits-Apps sind nicht frei von Risiken

Insgesamt sind Gesund­heits-Apps eine gute Möglichkeit, seine Gesund­heits­kompetenz zu steigern und sich zu einem bewussteren Umgang mit der eigenen Gesund­heit zu motivieren. Dies gilt ins­be­son­dere, wenn Sie die richtigen Apps für mehr körperliche Bewe­gung, gesündere Ernährung und Gewichts­kontrolle nutzen.

mehr

Wählen Sie Gesund­heits-Apps immer sorgfältig aus. Wenn Sie Gesund­heits-Apps mit unklarem Hintergrund nutzen, sind Risiken - zumindest theoretisch - möglich. Konkrete gesund­heitliche Schäden infolge der Nutzung einer App sind zwar noch nicht bekannt geworden, jedoch können, wie bei den meisten Medizinprodukten, Mängel auftreten. Fehler­hafte Informationen durch Apps können Diagnose- und Therapie­fehler zur Folge haben. Dazu gehören falsche Dosierungs­­empfeh­lungen von Medikamenten, aber auch irrtümliche „Entwarnungen“ bei Gesundheits­problemen.

Auch Wellness- und Lifestyle-Apps sind nicht gänzlich frei von Gefah­ren. Wenn beispiels­weise Bewegungs­empfehlungen zu Fehl- und Über­­be­­lastungen führen oder Gesundheits­informationen vermittelt werden, die Stress auslösen und das seelische Wohl­befinden beeinträchtigen können.

Vor Installation sorgfältig auswählen

Grund­sätzlich sollten Sie Zweck und Nutzen einer App immer selbst prüfen, bevor Sie sich zu einer Installation entscheiden. Bei der Auswahl der passenden Gesund­heit-App sollten Sie folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Alle gesundheits­bezogenen Aussagen sollten mit Quellen belegt und Erstellungs- bzw. letztem Aktualisierungs­datum versehen sein
  • Die App sollte sich nach den aktuellen Datenschutz­bestimmungen richten und sich auf Berechti­gungen beschränken, die für die Funktions­weise der App notwendig sind
  • Möglichkeiten für Rück­fragen und Anregungen sollten angeboten werden
  • Es sollte ein leicht auffind­bares Impressum vorhanden sein, das Informationen zu den vorher genannten Punkten und damit zur Beur­teilung der Vertrauens­würdigkeit der App bereithält

Weiterführende Informationen finden Sie unter:

  • Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps (CHARISMHA): www.charismha.de
  • Gesundheits-App Fact Sheet des Aktionsforums Gesundheitsinformationssystem (afgis) e. V.: www.afgis.de
  • SPOTLIGHT GESUNDHEIT 2/2016 der Bertelsmann Stiftung zu Gesundheits-Apps: www.bertelsmann-stiftung.de
  • Übersicht der Stiftung Warentest über Gesundheits-Apps der Krankenkassen: www.test.de
  • Orientierungshilfe Medical Apps des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de
  • Flyer des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit zu Gesundheits-Apps (2018): www.bfdi.bund.de
  • Liefern medizinische Apps die (richtigen) Antworten für Männer? (Vortrag auf dem 2. Männergesundheitskongress am 28.03.2014): www.maennergesundheitsportal.de

 

Letzte Aktualisierung: Februar 2019

Meldungen zum Thema

Am 25.04.2016 wurde die vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Studie "Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps - CHARISMHA", die am Peter L. Reichertz Institut für medizinische Informatik erarbeitet wurde, veröffentlicht. Die Studie umfasst eine Bestandsaufnahme zu Gesundheits-Apps, ihrer Bedeutung für die Gesundheitsversorgung und leitet Handlungsmöglichkeiten ab.

Weiterlesen

Fitnessarmbänder, Smartwatches und Gesundheitsapps - Was bietet uns die neue Art der „Selbstvermessung“? Und ist sie es uns wert, den Schutz unserer sensiblen Gesundheitsdaten zu gefährden? Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gingen diesen Fragen auf der vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und Bitkom veranstalteten Konferenz zum diesjährigen Safer Internet Day am 9. Februar 2016 nach.

Weiterlesen

Eine wachsende Zahl privater Krankenversicherungen bietet Apps an, durch die Versicherte zum Nachweis gesunden Verhaltens mit der Versicherung kommunizieren und Daten über die Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen oder sportliche Aktivitäten übermitteln können. Gesundheits-Apps, die auf Smartphones und Tablets geladen werden oder sich auf sogenannten Smartwatches befinden, erfassen zum Teil sehr sensible Gesundheitsdaten.

Weiterlesen