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Virotherapie: Prostatakrebs gezielt mit Viren bekämpfen

Viren können krank machen. Neben Infektionen wie etwa Masern oder Grippe verursachen sie jede sechste Tumorerkrankung weltweit. Die ansteckenden Erreger können aber auch nützlich sein. Kieler Wissenschaftler untersuchen nun, ob sogenannte Lentiviren dabei helfen können, Prostatakrebszellen zu zerstören.

Die Entwicklung eines neuen Mittels gegen Prostatakrebs ist das Ziel der Forschungsarbeiten von Professor Dr. Stefan Rose-John vom Institut für Biochemie der Christian-Albrechts-Universität Kiel und seinem Team. Professor Rose-John hat bereits in Vorarbeiten und in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Lukas Kenner vom Klinischen Institut der medizinischen Universität Wien den gp130 Signalweg in Prostatakrebszellen identifiziert. Dieser blockiert das Wachstum des Tumors. Das Problem: das Signal ist nicht ständig angeschaltet, der Krebs kann wachsen. „Zunächst haben wir ein sogenanntes Designer-Gen erzeugt, das den Signalweg dauerhaft aktiviert“, erläutert Professor Rose-John seinen Forschungsansatz. „Nun wollen wir dieses Designer-Gen in die Krebszelle einschleusen.“

„Wir bauen die Viren im Labor um, so dass sie keine Krankheiten mehr verursachen können und ausschließlich Prostatakrebszellen befallen: sie dienen dann einzig und allein dem Einschleusen des nützlichen Gens.“ „In den vergangenen Jahren sind Viren verstärkt in den Fokus der Krebsforschung und -therapie gerückt“, erklärt Gerd Nettekoven, Vorstandvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Innovative Krebsforschung zu fördern, sieht die Deutsche Krebshilfe als eine ihrer vordringlichsten Aufgaben an, um neue und effektivere Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene zu entwickeln.“

Weitere Informationen :Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe vom 02.04.2019

Im Männergesundheitsportal finden Sie weitere Informationen hierzu im Bereich: Urologische Erkrankungen