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Prostatakrebs - computerbasiertes Vorhersagemodell ermöglicht präzisere Therapien

Ein neues Prognosewerkzeug kann aus dem genetischen Profil eines Tumors dessen weitere Entwicklung vorhersagen. So können Ärztinnen und Ärzte besser zwischen aggressiven und weniger aggressiven Tumoren unterscheiden und die beste Therapie auswählen.

Pro Jahr erkranken in Deutschland 60.000 Männer an Prostatakrebs. Da sich die Tumoren oft sehr langsam entwickeln, stellt sich nach der Diagnose die entscheidende Frage: Sofort invasiv behandeln oder zunächst abwarten und die weitere Entwicklung des Tumors lediglich sorgfältig überwachen? Letzteres erspart den Betroffenen die teilweise starken Nebenwirkungen einer Operation oder Strahlentherapie. Um gemeinsam mit ihren Patienten die beste Entscheidung zu treffen, müssen Urologen deshalb zwischen aggressiven und eher harmlosen Prostatatumoren unterscheiden. „Diese Differenzierung ist jedoch oft schwierig, insbesondere wenn die Tumoren in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden“, erklärt Professor Thorsten Schlomm, Direktor der Klinik für Urologie an der Charité in Berlin. Um die Basis für die richtige Therapieentscheidung zu verbessern, entwickeln die Forscherinnen und Forscher ein neuartiges Prognosewerkzeug: „Das Computermodell PRESCIENT soll künftig zuverlässig vorhersagen, ob sich das Prostatakarzinom eines Patienten zu einem aggressiven Tumor entwickeln oder auf absehbare Zeit eher harmlos bleiben wird“, so Schlomm.

Zitiert nach: Newsletter „Aktuelle Ergebnisse der Gesundheitsforschung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Juni 2019

Im Männergesundheitsportal finden Sie weitere Informationen zum Thema Prostatakrebs im Bereich Urologische Erkrankungen.