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IGeL-Report 2018: Häufig angebotene IGeL widersprechen medizinischen Empfehlungen und können schaden

IGel sind gut bekannt und sie werden auch oft in Anspruch genommen. Zu den häufigsten angebotenen und angenommen Leistungen gehört die Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung. Diese Leistung wurde jedem fünften Versicherten (22 Prozent), der mit IGeL beim Praxisbesuch in Kontakt kam, angeboten und landete auf Platz 1 der Top 10-Liste. Weitere Topseller sind der Ultraschall des Bauchraums und der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs bei Männern. Die Top 10-Liste wurde im Auftrag des MDS durch eine repräsentative Umfrage bei 2.072 gesetzlich Versicherten ermittelt. Diese Liste wird von Leistungen angeführt, die vom IGeL-Monitor als „negativ“ oder „tendenziell negativ“ bewertet worden sind.

In der Umfrage wurden die Patientinnen und Patienten auch gefragt, ob sie selbst IGeL nachgefragt haben. Nur bei vier Prozent der erbrachten IGeL ging die Initiative von Patienten aus. „Wenn Ärzte IGeL anbieten, dann geschieht das nur in seltenen Fällen auf Wunsch der Patienten“, sagt Dr. Christian Weymayr, freier Medizinjournalist und Projektleiter des IGeL-Monitors. Nur 68 Prozent der Befragten sind mit der Reaktion des Arztes oder der Ärztin zufrieden, wenn sie eine IGeL angeboten kommen und diese auch annehmen. „Mehr als jeder dritte Patient gab sogar an, dass er sich bedrängt oder unter Druck gesetzt fühlte. Das bestätigt sich auch in den Zuschriften, die wir von Nutzerinnen und Nutzern des IGeL-Monitors erhalten“, erläutert Weymayr.

Zitiert aus: Pressemitteilung des IGeL Monitor vom 03.05.2018